Kampf gegen Krankheiten in Entwicklungsländern

Wir arbeiten daran, den Kampf gegen einige der grundlegenden Ursachen für Krankheiten und schlechten Gesundheitszustand aufzunehmen und dazu beizutragen, dass Menschen auf der ganzen Welt gesünder werden.

Wir sind eines der wenigen Unternehmen, die Arzneimittel und Impfstoffe gegen alle drei Infektionskrankheiten erforschen, die für die Weltgesundheitsorganisation eine hohe Priorität haben: Malaria, Tuberkulose und HIV.

In den Entwicklungsländern werden Menschen, die an bestimmten Krankheiten leiden, stigmatisiert und diskriminiert, sie können nicht arbeiten und sind einem Teufelskreis aus schlechter Gesundheit und Armut ausgesetzt. Krankheiten, die verhindert, behandelt oder geheilt werden können, verursachen erhebliches Leid und Sterblichkeit, weil grundlegende Kenntnissen fehlen und die Gesundheitsversorgung unzureichend ist.

Wir unterstützen die Maßnahmen zur Bekämpfung dieser Krankheiten durch Arzneimittelspenden, finanzielle und praktische Unterstützung. Unsere weltweiten Gesundheitsprogramme konzentrieren sich auf Malaria, lymphatische Filariose und Darmwürmer. Um den Nutzen für die Gemeinden zu maximieren, gehen wir dabei Partnerschaften mit Regierungen, Nichtregierungsorganisationen und anderen Organisationen ein.

Wir arbeiten auch eng mit der UNICEF (United Nations Children’s Fund), der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der Pan American Health Organization (PAHO) und Finanzierungsorganisationen wie GAVI (Global Alliance for Vaccines and Immunisation) zusammen, um die Bereitstellung von Impfstoffen zu unterstützen, sobald diese verfügbar sind. GSK ist der führende Lieferant von Impfstoffen an Organisationen wie UNICEF und PAHO. Wir stellen Impfstoffe zur Verfügung, um zu helfen, Kinder und Kleinkinder gegen Infektionskrankheiten wie Erkrankungen durch Pneumokokken, Rotavirus-Gastroenteritis, Meningitis, Pertussis (Keuchhusten), Masern, Kinderlähmung, Mumps und Röteln zu schützen.

Mehr zu GSK's Kampf gegen Krankheiten in Entwicklungsländern erfahren Sie auf unserer internationalen Website.

Malaria

Der Kampf gegen Malaria

Malaria ist für mehr als 550.000 Todesfälle pro Jahr verantwortlich und rund 3,2 Milliarden Menschen sind von ihr bedroht. Malaria wird von Moskitos übertragen. Etwa 90% der geschätzten, von Malaria verursachten Todesfälle treten in Afrika südlich der Sahara auf und 77% davon betreffen Kinder unter fünf Jahren. Der Verlust an Menschenleben ist enorm, und ebenso die wirtschaftlichen Kosten – in den Ländern, in denen die Malaria endemisch ist, werden rund 40% aller Ausgaben im Gesundheitswesen wegen Malaria verbraucht.

Bei der Verbesserung der Gesundheit in Regionen, die von Malaria betroffen sind, spielen wir in dreifacher Weise eine bedeutende Rolle:

  • Wir erforschen neue Arzneimittel, Behandlungsmöglichkeiten und Impfstoffe gegen Malaria.
  • Wir verlangen in den am wenigsten entwickelten Ländern und in den Ländern südlich der Sahara für unsere Malariamittel bezahlbare Preise.
  • Wir investieren in kommunale Maßnahmen, die von der GSK Africa Malaria Partnership finanziert werden.

Bis heute gibt es keinen zugelassenen Impfstoff zur Vorbeugung gegen Malaria. Mit der Einreichung des Zulassungsantrags für unseren Malaria-Impfstoffkandidaten RTS,S bei der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) hat GSK 2014 einen wichtigen Meilenstein erreicht. Diese Einreichung folgte auf unsere Ankündigung im Jahr 2013, dass Daten aus der Phase III zeigen, dass RTS,S die Zahl der klinischen Malariafälle in den 18 Monaten nach der Impfung bei Kleinkindern (die bei der ersten Impfung 5-17 Monate alt waren) fast halbiert hat. 2015 wurde ein weiterer Meilenstein erreicht: die Europäische Arzneimittelagentur EMA hat dem Zulassungsantrag von MoquirixTM, oder RTS,S, für Kinder zwischen 6 Wochen und 17 Monaten eine positive Bewertung erteilt. 

Wird der Impfstoff zugelassen und eine Anwendungsempfehlung ausgesprochen, deckt der spätere Preis die Kosten und bringt einen kleinen Gewinn von 5%, der wieder in die Forschung für die nächste Generation von Malariamedikamenten und -impfstoffen investiert wird.

Unser Kampf gegen Malaria – erfahren Sie mehr darüber.

Partnerschaften

Eine einzelne Organisation kann die Malaria nicht allein besiegen. Aus diesem Grund arbeiten wir in Partnerschaften mit anderen Organisationen zusammen, um neue Ansätze zu entwickeln, während gleichzeitig die Anwendung verfügbarer Methoden wie z.B. Moskitonetze gefördert wird.

Wir haben seit 2001 über unsere Africa Malaria Partnership mehr als 4,8 Millionen £ in die Unterstützung kommunaler Programme investiert, deren Ziel es ist, durch die Schulung von medizinischen Fachkräften und freiwilligen Helfern, die Verteilung von Moskitonetzen und die Förderung von Aufklärungskampagnen gegen die Malaria vorzubeugen.

Bei der Unterstützung afrikanischer Länder südlich der Sahara arbeiten wir mit gemeinnützigen Partnerorganisationen zusammen, in Tansania beispielsweise mit Amref Health Africa, deren Ziel es ist, auf kommunaler Ebene medizinische Fachkräfte auszubilden und diese Regionen dazu zu bewegen, den Kampf gegen Malaria an vorderster Front zu unterstützen.

Im Dezember 2015 haben wir eine neue Partnerschaft mit Comic Relief im Kampf gegen Malaria gegründet. 

Diese Partnerschaft, die aus einer GSK Spende von £17 und einer Spende von £5 Millionen von Comic Relief zustandegekommen ist, wird Projekte in 5 Malaria-endemischen Ländern unterstützen. Mehr zu dieser Kollaboration, die dabei helfen soll, das WHO Ziel, bis 2030 mindestens 90% aller Malaria Fälle und Todesfälle zu reduzieren, lesen Sie hier.

HIV

ViiV Healthcare ist ein weltweit tätiges pharmazeutisches Unternehmen mit der Mission, durch nachhaltige Fortschritte eine Verbesserung in der Behandlung und Versorgung von Menschen mit HIV bzw. von HIV-Betroffenen zu erzielen. Gegründet wurde das Unternehmen 2009 von GlaxoSmithKline (GSK) und Pfizer. 2012 kam Shionogi als Anteilhaber hinzu. In Österreich werden die ViiV-Produkte von GSK betreut. ViiV Healthcare ist das einzige pharmazeutische Unternehmen, das sich komplett dem Kampf gegen HIV verschrieben hat. Es kann sich daher hoch fokussiert und flexibel vollständig darauf konzentrieren, tiefer und weiter im Bereich HIV/AIDS zu forschen als je ein Unternehmen zuvor. Das Ziel von ViiV Healthcare ist, durch seinen innovativen Ansatz neue wirksame HIV-Medikamente zu entwickeln, Länder zu unterstützen, die von HIV betroffen sind, und den Zugang zur Therapie zu verbessern. 

Wie ViiV Healthcare Menschen mit HIV/AIDS, Angehörige und Gemeinden weltweit unterstützt erfahren Sie auf der internationalen Website.

United Nations AIDS-Plan „90-90-90“

Ein gemeinsames Ziel der HIV-Community ist es, den United Nations AIDS-Plan „90:90:90“ zu verfolgen. Auch ViiV Healthcare möchte hierzu seinen Beitrag leisten: 90% aller HIV-Positiven sollen bis im Jahr 2020 diagnostiziert werden, davon 90% therapiert werden und davon wiederum 90% eine Viruslast unter der Nachweisgrenze erreichen. ViiV Healthcare startete zum Welt-AIDS-Tag 2014 die Kampagne „Positiv Umdenken“. Leitmotiv der Kampagne ist eine rosarote Brille, die den Nutzer interaktiv dazu anregt, HIV mit einem klaren, unverstellten Blick zu betrachten. Bei der Kampagne geht es darum, mit Diskriminierung, Stigmata und Vorurteilen aufzuräumen und auf Indikatorerkrankungen aufmerksam zu machen, damit HIV-Infektionen zunehmend früher erkannt und Patienten in einer entsprechenden Schwerpunktpraxis rasch weiterbehandelt werden können.

Zugang zur HIV Therapie

Um dem 90:90:90 - Ziel gerecht zu werden, unterstützt ViiV Healthcare den Zugang zur HIV Therapie weltweit. Dazu gehört eine freiwillige und gebührenfreie Lizenzierungspolitik, die das gesamte Portfolio umfasst. Sie gilt für weniger entwickelte und einkommensschwache Länder und für das subsaharische Afrika. In diesen Ländern gilt eine gemeinnützige Preisstrategie. Dort werden schon seit längerem antiretrovirale Medikamente zum Selbstkostenpreis zur Verfügung gestellt. In Ländern mit mittlerem Einkommen verfolgt das Unternehmen eine flexible Preispolitik, die sich nach dem Bruttoinlandprodukt (BIP) und den Auswirkungen der Ausbreitung von HIV in jedem Land richtet.

Positive Action

Positive Action - wurde 1992 als erstes Programm eines Pharmaunternehmens gegründet, um Menschen mit HIV und AIDS zu unterstützen. ViiV Healthcare ist stolz, das Positive Action Programme und seine wertvolle Arbeit weiter zu unterstützen.

Forschung und Entwicklung

Auch im Bereich Forschung und Entwicklung bemüht sich ViiV Healthcare neue Möglichkeiten zur Behandlung von Patienten mit HIV/AIDS zu finden. Deshalb kooperiert ViiV Healthcare z.B. aktuell mit dem forschenden Pharmaunternehmen Janssen Cilag, um neue Therapieformen zu entwickeln. Weitere Informationen finden Sie auch auf der Website www.viivhealthcare.com

Wenig beachtete Tropenkrankheiten

Viele Jahre lang haben wir uns in der Forschung und Entwicklung auf die Ausrottung von wenig beachteten tropischen Krankheiten konzentriert. Von diesen tropischen Krankheiten sind mehr als 1,5 Milliarden Menschen in einigen der ärmsten Regionen der Welt betroffen. Diese Krankheiten verursachen Behinderungen, Entstellungen und den Tod, sie belasten die Gesundheitsbudgets und sie schränken die Entwicklungsmöglichkeiten stark ein.

Vereint im Kampf gegen wenig beachtete tropische Krankheiten

Im Jänner 2012 sind wir eine Partnerschaft mit anderen weltweit tätigen Pharmaunternehmen und führenden Organisationen eingegangen, darunter die Weltgesundheitsorganisation, die Bill & Melinda Gates Foundation, die britische Behörde für internationale Entwicklung, die amerikanische Behörde für internationale Zusammenarbeit und die Weltbank, um in Rahmen einer neuen gemeinsamen Anstrengung Länder dabei zu unterstützen, wenig beachtete tropische Krankheiten zu besiegen. Miteinander treten die Mitglieder dieser Koalition für die von der WHO vorgegebenen Ziele ein, 10 der 17 dieser tropischen Krankheiten bis 2020 unter Kontrolle zu bringen oder auszurotten.

In den letzten drei Jahren hat die Partnerschaft erhebliche Fortschritte gemacht. Mehr als 70 Länder haben detaillierte Pläne vorgelegt, mit denen wenig beachtete tropische Krankheiten unter Kontrolle gebracht oder ausgerottet werden sollen, und Pharmaunternehmen haben mehr als 3,5 Milliarden Arzneimittel zur Behandlung dieser Krankheiten gespendet.

Lymphatische Filariose

Die lymphatische Filariose wird durch Moskitos übertragen. Sie ist besser bekannt als Elefantenkrankheit, eine Krankheit, bei der sich die Haut stark verhärtet und verdickt und die häufig zusammen mit extremen Schwellungen an Armen, Beinen, Brüsten und Genitalien auftritt.

Die Krankheit ist weltweit eine der Hauptursachen für Arbeitsunfähigkeit. Von ihr sind mehr als 120 Millionen Menschen in den tropischen und subtropischen Gebieten von Afrika, Asien, den pazifischen Staaten, dem Nahen Osten sowie Nord- und Südamerika betroffen.

Lymphatische Filariose – Steckbrief

Darmwürmer

Eine Infektion mit über den Boden übertragenen Helminthen (soil-transmitted helminth, STH) (Darmwürmer) kann das Wachstum hemmen sowie zu Anämie und Mangelernährung führen. Sie kann die Lernfähigkeit eines Kindes und seine schulischen Leistungen beeinträchtigen.

Die drei wichtigsten Darmwürmer – Faden-, Peitschen- und Hakenwürmer – gehören weltweit zu den am weitesten verbreiteten Parasiten. Zusammen bringen diese Parasiten eine erhebliche Belastung des Gesundheitswesens in tropischen und subtropischen Ländern mit sich.

Glücklicherweise gibt es Mittel, die hoffen lassen. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) kann eine Entwurmung bei Kindern zu einer unmittelbaren Verbesserung des Gesundheitszustands führen, was die Wachstumsraten erhöht, Schulbesuch und schulische Leistungen steigert, den Eisenstatus verbessert und die Anämiefälle zurückgehen lässt. Die WHO empfiehlt, alle Kinder in endemischen Gebieten mit Anthelminthika – wie unserem Antiparasitikum Albendazol – zu behandeln, um die Infektionen mit Darmwürmern und die damit zusammenhängenden Erkrankungen einzudämmen und unter Kontrolle zu bringen.

So gehen wir gegen die lymphatische Filariose und Darmwürmer vor

Wir sind ein aktiver Partner in einer der größten und ambitioniertesten gesundheitspolitischen Initiativen der Welt, mit der, angeführt von der WHO, die Welt von der lymphatischen Filariose befreit werden soll.

GSK hat im Rahmen der weltweiten Anstrengungen zur Ausrottung der lymphatischen Filariose und zur Eingrenzung der Darmwürmer mehr als fünf Milliarden Albendazol-Tabletten an die WHO gespendet. In den letzten 15 Jahren haben unsere Spenden über 760 Millionen Menschen – darunter 212 Millionen Kinder – erreicht. Und in 15 Ländern wurden Kampagnen zur Behandlung gegen die lymphatische Filariose durchgeführt. Forscher schätzen, dass sich die Zahl der Menschen, die von einer Infektion mit der lymphatischen Filariose bedroht sind, seit 2000 halbiert hat.

Wir haben Albendazol-Tabletten gespendet, um die Anstrengungen zur Ausrottung der lymphatischen Filariose in 61 Ländern zu unterstützen und um zum Ziel der WHO beizutragen, in 55 Ländern, in denen Darmwürmer endemisch sind, 75 % der Kinder im Schulalter regelmäßig zu entwurmen. 2014 haben wir 678 Millionen Albendazol-Tabletten zur Ausrottung der lymphatischen Filariose und 180 Millionen Tabletten zur Behandlung gegen Darmwürmer gespendet.

Hygieneschulung

Unser PHASE-Programm

Jedes Jahr sterben drei Millionen Menschen an einer Durchfallerkrankung, die meisten von ihnen sind Kinder. Die Ausbreitung dieser Erkrankung lässt sich leicht verhindern, indem man die Wasserqualität verbessert und die Menschen dazu bringt, sich die Hände zu waschen. Unser Programm zur Körperpflege und Gesundheitserziehung (Personal Hygiene and Sanitation Education, PHASE), das wir in Partnerschaften mit Nichtregierungsorganisationen durchführen, geht beide Probleme an.

Aufklären von Kindern und Familien

Das PHASE-Programm sorgt nicht nur für eine Verbesserung von Wasserleitungen, Pumpen und anderen Infrastrukturelementen auf lokaler Ebene, sondern bringt den Kindern auch bei, wie sie sich die Hände waschen müssen und warum das so wichtig ist. Dazu werden leicht verständliche Bücher und Bilderkarten mit Geschichten verwendet, die jeweils an das Alltagsleben in den einzelnen Ländern angepasst sind. Das Programm ermuntert die Kinder, das, was sie gelernt haben, in der Familie weiterzugeben. Seit seinem Beginn hat das PHASE-Programm mindestens 1,4 Millionen Kinder erreicht und sie darüber informiert, wie sie ihr Verhalten ändern sollten, um gesund zu bleiben.

Integrieren der Mundpflege

Eine schlechte Mundhygiene kann in Entwicklungsländern ein erhebliches Problem darstellen, das sich auf den gesamten Gesundheitszustand und die Lebensqualität eines Menschen auswirkt. In Partnerschaft mit dem Millennium Villages Project des Earth Institute integrieren wir die Mundpflege in das PHASE-Programm. Unser Ziel ist es, über Verhaltensänderungen und die Förderung einer guten Mundpflege, Ernährung und guter Essgewohnheiten wirksame Maßnahmen zu etablieren und zu prüfen.

Im Rahmen des erweiterten Albendazol-Spendenprogramms wollen wir ein Modell zur Integration des PHASE-Programms und der Entwurmung in der Schule entwerfen.

Lesen Sie unsere Übersicht zum PHASE-Programm von 2013 (PDF).