Am 1. Dezember ist Welt-AIDS-Tag: Neue Ergebnisse der internationalen Befragung „Positive Perspectives“ über die Einstellung von Menschen mit HIV gegenüber ihrer Therapie

Die Befragung von 1111 Menschen mit HIV (50 Teilnehmer aus Österreich) gibt Einblick, wie diese sich im Hinblick auf die Behandlung, die Interaktion mit Ärzten, die Offenlegung ihrer HIV-Infektion, das Stigma und die Auswirkungen davon auf ihr tägliches Leben fühlen. 

ViiV Healthcare präsentierte am 16. European AIDS Clinical Society (EACS) Kongress in Mailand eine Vielzahl von Daten über die Einstellung von Menschen mit HIV zu ihrer antiretroviralen Therapie.  Die Ergebnisse der Befragung, die am Kongress veröffentlicht wurden, konzentrierten sich auf die Behandlung und die Interaktion mit medizinischen Fachkräften. 

Die Hauptergebnisse zeigen: 52% (571) waren innerhalb von sechs Monaten nach der HIV Diagnose in Behandlung. 56% (604) sind derzeit sehr zufrieden mit ihrer Behandlung. 43% (355) haben im letzten Jahr ihre Behandlung verändert, wobei Nebenwirkungen der Hauptgrund war. 71% (789) fühlten sich wohl dabei, Anliegen und Probleme bei ihrem betreuenden HIV-Arzt anzusprechen. 89% (987) glauben, dass Fortschritte in der Behandlung von HIV ihre Lebensqualität (QoL) verbessern wird. 72% (783) sorgen sich über Langzeiteffekte ihrer antiretroviralen Medikamente.1,2

Diese Ergebnisse wurden aus der globalen, quantitativen Befragung „Positive Perspectives“ entnommen, bei der 1111 Menschen mit HIV aus neun Ländern (Australien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Kanada, Österreich, Spanien, USA) teilgenommen haben. Österreich war mit 50 Teilnehmern sehr gut repräsentiert. Die Befragung, gesponsert von ViiV Healthcare, wurde in Kollaboration mit einem internationalen, multidisziplinären Steuerungskomitee entworfen, welches aus HIV-Ärzten, Menschen mit HIV und Vertretern von Patientenorganisationen besteht. Positive Perspectives erlaubt einen Blick auf das Leben von Menschen mit HIV und untersucht ihren persönlichen Weg mit HIV, einschließlich dem Umgang mit der Diagnose, die Offenlegung ihrer Diagnose, das Stigma, die Behandlung und die Gespräche mit medizinischen Fachkräften.

Andrew Murundi, wissenschaftlicher Leiter der Positive Perspektives Befragung bei ViiV Healthcare kommentierte: „Während die Fortschritte in der Behandlung die Lebenserwartung von Menschen mit HIV dramatisch verbessert haben, erkennen wir, dass auch heute noch viele wichtige Herausforderungen bestehen. Wir haben diese Befragung durchgeführt, um herauszufinden, welche Herausforderungen es sich handelt und um die HIV-Community dabei zu unterstützen, sich mit diesem ungedeckten Bedarf zu befassen. Während es ermutigend ist zu lernen, dass 89% glauben, dass Fortschritte in der Behandlung ihre Lebensqualität verbessern, bleibt offensichtlich noch einiges zu tun, da nur 56% derzeit mit ihrer antiretroviralen Therapie sehr zufrieden sind.“

Vorläufige Ergebnisse bezüglich Diagnose, Offenlegung und Stigma wurden bereits im Juli auf dem International Aids Society (IAS) Kongress in Paris präsentiert. Hier wurde gezeigt, dass bei der Diagnose nur 68% (759) Menschen mit HIV von ihrem Arzt zu einer Beratung überwiesen wurden oder über unterstützende Angebote informiert wurden. 25% (283) gaben an, dass eine bessere Schulung von Ärzten ihr Gefühl von Stigma reduzieren würde.2,3 Darüber hinaus zeigte sich, dass 82% (909) der Menschen mit HIV in den letzten 12 Monaten eine Form von Stigma im Hinblick auf ihre Infektion erlebt haben und zwei von fünf (37%, 402) Menschen mit HIV verstecken ihre Medikamente, um eine Enthüllung ihres HIV-Status zu verhindern.
Simone Marcotullio, ein Mitglied des Positives Perspectives Steuerungskomitee und „HIV/AIDS und Ko-Infektionen“ Fürsprecher für nationale und internationale Gesellschaften sagte: „Während wir bezüglich der Behandlung von HIV ein gutes Stück weitergekommen sind, ist es erschütternd zu sehen, dass selbst nach 30 Jahren HIV Epidemie das Stigma immer noch anhält – mit 82% der Befragten die angeben, in den letzten 12 Monaten eine Form von Stigma im Zusammenhang mit ihrem HIV erlebt zu haben. Ein tiefgehender Ausdruck dieser ständigen Stigmatisierung ist die Tatsache, dass Menschen mit HIV sich selbst stigmatisieren und ein negatives Verhältnis zu ihrer täglichen Behandlung entwickeln. Das kann zu Adherenz-Problemen führen und zu einer schlechteren Lebensqualität. Diese Befragung hilft uns, die Herausforderungen von Menschen mit HIV zu verstehen und kann uns auch helfen, Wege zu finden, diese Herausforderungen anzugehen.“

Der komplette Positive Perspectives Survey Report, der alle Daten hervorhebt, ist auf www.LiVLife.com zum Download verfügbar.

ViiV Healthcare ist ein global tätiges, auf HIV spezialisiertes Unternehmen, das im November 2009 von GlaxoSmithKline (LSE: GSK) und Pfizer (NYSE: PFE) gegründet wurde, um Fortschritte in der Behandlung und Pflege von Menschen mit HIV zu erzielen. Shionogi (TYO: 4507) kam im Oktober 2012 als Gesellschafter mit einem Anteil von 10 % hinzu. Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, sich umfassender und intensiver als je zuvor HIV/AIDS zu widmen und über einen neuen Ansatz wirksamere und neue HIV-Arzneimittel zu entwickeln sowie die von HIV betroffenen Bevölkerungsgruppen zu unterstützen. Weitere Informationen über das Unternehmen, dessen Geschäftsleitung, das Produktportfolio, die Produktpipeline und sein Engagement erhalten Sie unter www.viivhealthcare.com.

Referenzen

1 Young B, et al. Patient Experience & Views on Antiretroviral Treatment – Findings from the Positive Perspective study. Presented at the Infectious Disease Week (ID Week conference), 4-8 October 2017, San Diego, USA. Abstract number #1393
2 Positive Perspectives Survey, 2017 DOF
3 Murungi A, et al. Experience of living with HIV: Diagnosis & Disclosure – findings from the Positive Perspective study. Presented at the IAS Conference on HIV Science (IAS 2017), 23-26 July 2017, Paris, France. Abstract: WE

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