Mütter gegen Meningitis: Mum-Blogger machen sich stark gegen Meningokokken-Meningitis

Im Rahmen der Kampagne „Mütter gegen Meningitis“ (#müttergegenmeningitis) veranstaltete GSK (GlaxoSmithKline Pharma GmbH) am 22.11.2018 ein Treffen von „Mum-Bloggern“ (Müttern, die ihre Ansichten und Erfahrungen in Blogs teilen), Vertretern von GSK und dem Kinderarzt und Intensivmediziner OA Dr. Alexander Schneider.

(Bildmaterial zur Veranstaltung finden Sie zum Download auf https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20181129_OTS0018/muetter-gegen-meningitis-mum-blogger-machen-sich-stark-gegen-meningokokken-meningitis-bild.)

Meningokokken-Erkrankungen: selten, aber ernstzunehmend

Das Thema „Impfen“ wurde intensiv diskutiert, indem näher auf die Fragen, Ängste und Beden-ken der Mütter eingegangen wurde. Die Wichtigkeit und Brisanz dieses Themas wurde anhand von Meningokokken-Erkrankungen aufgezeigt.  Eine Meningokokken-Erkrankung ist eine seltene, aber ernstzunehmende Erkrankung, die zu einer Meningitis oder einer Sepsis führen und innerhalb von 24 Stunden tödlich sein kann oder schwerwiegende Folgeerscheinungen mit sich bringt. Sie ist oftmals schwer erkennbar, und stellt deshalb Kinderärzte vor große Herausforderungen.

„Meningokokken sind von Kinderärzten gefürchtet, da die anfänglichen Symptome unspezifisch und daher schwer zu erkennen sind, aber innerhalb weniger Stunden einen dramatischen Verlauf nehmen können.“, so Dr. Phillip Günzl, Medical Adviser Vaccines, GSK. „Jede Mutter und jeder Vater sollte die Symptome einer Meningokokken-Erkrankung kennen, damit im Erkrankungsfall rasch und richtig gehandelt werden kann.“

Mit der Kampagne „Mütter gegen Meningitis“ will GSK auf diese schwerwiegende Erkrankung aufmerksam machen und Schutzmöglichkeiten aufzeigen.

„Als jemand der auf einer Intensivstation arbeitet und dort die dramatischen Verläufe der Meningokokken Sepsis bei Kindern gesehen hat, bin ich als Arzt, aber auch als Vater einer Tochter, sehr glücklich darüber, dass es mittlerweile durch die Impfung einen guten Schutz gegen diese bösartige Erkrankung gibt.“, so OA Dr. Alexander Schneider, AKH.

Besonders der Erfahrungsaustausch stand bei diesem Event im Vordergrund. Eine betroffene Mutter, deren Kind im Alter von 3 Monaten an einer Meningokokken-Meningitis erkrankte, erzählte wie sie diese „schrecklichste Zeit ihres Lebens“ überstand und welche Auswirkungen bis heute noch bemerkbar sind.

Mit dieser Veranstaltung betrat GSK Neuland und setzte einmal mehr einen Meilenstein in moderner Disease Awareness und Kommunikation mit Nicht-Medizinern. Die rege Beteiligung der anwesenden Mütter und das Interesse am intensiven Austausch mit OA Dr. Alexander Schneider zeigte, wie wichtig die Kommunikation auch mit diesen Zielgruppen ist.

Invasive Meningokokken-Erkrankungen können durch Impfungen verhindert werden: Empfehlungen im aktuellen Impfplan

OA Dr. Alexander Schneider, AKH, „Leider ist es in den letzten Jahren immer wieder vorge-kommen, dass in diversen Foren oder Beiträgen aber auch in Büchern massive Unwahrheiten verbreitet werden. Man muss mit den Kindern und deren Eltern das Gespräch suchen und sie fachlich beraten um Unklarheiten und Fehlinformationen aufzuklären und vor allem, um die dar-aus entstandenen Ängste zu nehmen.  Aber unterm Strich soll das Kind einen guten und umfassenden Schutz durch die im Impfplan vorgesehenen Impfungen erhalten, um seinen späteren Lebensweg bestmöglich bestreiten zu können.“

Im aktuellen Österreichischen Impfplan 2018 sind Empfehlungen für Meningokokken Schutzimpfungen enthalten.

Dr. Günzl, GSK, „Mir ist es wichtig zu betonen, dass es mehrere Impfstoffe gegen unterschied-liche Gruppen von Meningokokken gibt. Eltern sollten sich bei Ihrem Arzt darüber informieren, wie Sie sich am besten schützen können.“

Nähere Informationen erhalten Interessierte auf www.meningokokken-erkrankung.at, auf https://www.facebook.com/MeinBabyUndMeningokokken/, sowie direkt beim Kinderarzt.

Hintergrundinformationen für Journalisten

Die Meningokokken-Meningitis ist eine seltene, aber ernstzunehmende Erkrankung, die innerhalb von 24 Stunden zum Tod führen bzw. schwerwiegende Folgeerscheinungen mit sich bringen kann. 2a,3a
Die Infektion kann anfangs grippeähnliche Symptome hervorrufen und wird leicht fehldiagnostiziert. 4 Besonders betroffen sind Säuglinge und Kleinkinder. In Österreich ist die Meningokokken Serogruppe B am häufigsten, gefolgt von C und Y. 2a,3a

„Uns ist es besonders wichtig, die häufigsten Fragen rund um das Impfen zu klären und Disease Awareness zu schaffen. Es kursieren nach wie vor viele falsche Informationen und Mythen zu diesem Thema und gemeinsam mit den anwesenden Müttern konnten wir am Blogger Event genau diese Themen besprechen.“, so Stefanie Saringer (Marketing Implementation Lead bei GSK).

Dr. Michael Aichinger, Medical Vaccines Lead bei GSK, „Mir ist dieser Workshop sehr wichtig, da GSK damit mehr Bewusstsein über die Krankheit Meningokokken-Meningitis schaffen möchte.  Die Erkrankung ist nicht sehr häufig und das Risiko, sich damit zu infizieren auch relativ gering. Wenn sie jedoch auftritt, stellt sie das bisherige Leben komplett auf den Kopf.“

Invasive Meningokokkenerkrankungen können durch Impfungen verhindert werden. Im aktuellen Österreichischen Impfplan 20184a sind Empfehlungen für Meningokokken Schutzimpfungen enthalten.

Auch GSK setzt sich für die Aufklärung zur Meningokokken-Meningitis und Schutzmaßnahmen ein. Nähere Informationen erhalten Interessierte auf www.meningokokken-erkrankung.at sowie direkt beim Kinderarzt. Eine Informationsbroschüre zur Meningokokken-Meningitis ist zum Download auf http://at.gsk.com/de-at/produkte/impfstoffe/ verfügbar.

Nähere Informationen zur Meningokokken-Erkrankung

Eine Meningokokken-Erkrankung kann sich unter anderem durch eine Gehirnhautentzündung oder eine Blutvergiftung zeigen. Verursacher sind Meningokokken-Bakterien, von denen es verschiedene Typen gibt. In Österreich ist der Typ B am häufigsten, gefolgt von C und Y.1, 2
Die Erkrankung kann innerhalb von 24–48 Stunden lebensbedrohlich sein.1
20% der Überlebenden leiden dauerhaft an Folgeschäden.1,8.

Ursache der Meningokokken-Erkrankung

Meningokokken-Erkrankungen sind aufgrund anfänglich unspezifischer Symptome schwer zu diagnostizieren und zeichnen sich oft durch einen schnellen Verlauf aus.1,2,7
Meningokokken sind Bakterien, die ausschließlich beim Menschen vorkommen. Bei Gesunden können sie die Schleimhaut des Nasenrachenraumes besiedeln, ohne Krankheitserscheinungen auszulösen. Kommt es jedoch zur Erkrankung, so kann der Verlauf von Meningokokken-Infektionen zu bleibenden Schäden führen, oder sogar tödlich sein.1,4

Übertragung

Meningokokken werden über Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch übertragen. Die Bakterien leben im Nasen-Rachenraum des Menschen und können durch Küssen, Husten oder Niesen weitergegeben werden. 10–20% der Bevölkerung tragen Meningokokken in sich, ohne zu erkranken, können die Bakterien aber an andere weitergeben. Die meisten Betroffenen stecken sich bei augenscheinlich gesunden Kontaktpersonen, z. B. Familienmitgliedern, Freunden oder Betreuungspersonen, an.1

Symptome der Meningokokken-Erkrankung

Von der Ansteckung bis zum Ausbruch einer Erkrankung dauert es in der Regel drei bis vier Tage.1 Zunächst treten grippeähnliche Symptome auf. Dazu setzen oft in der Folge starke Kopfschmerzen, hohes Fieber, Übelkeit, Lichtempfindlichkeit und Nackensteifheit ein. Bei einem großen Teil der Erkrankten treten zusätzlich kleine, punktförmige Hautblutungen auf, die sich schnell vergrößern können. Bei Säuglingen und Kleinkindern sind die Symptome häufig schwieriger zu deuten, da die Symptome oft trügerisch mild sind.1,2,3,4

Konsequenzen

In Österreich werden jährlich ca. 30–100 Meningokokken-Erkrankungen gemeldet. Selbst bei korrekter Versorgung im Krankenhaus stirbt etwa 1 von 10 Patienten. Bei bis zu 2 von 10 Überlebenden bleiben dauerhafte schwere Folgeschäden wie beispielsweise Amputationen, Hörverlust oder Hirnschäden zurück.1,5

Risikogruppen

Von den 5 wichtigsten Meningokokken-Gruppen A, B, C, W und Y sind in Österreich Meningokokken B und C am weitesten verbreitet. Das höchste Erkrankungsrisiko besteht bei Säuglingen und Kleinkindern bis 4 Jahren, gefolgt von Jugendlichen.2

Säuglinge können aufgrund ihres unreifen Immunsystems besonders häufig und schwer an Meningokokken erkranken. 79% aller Meningokokken-Erkrankungen in dieser Gruppe werden durch Meningokokken B verursacht.7

Bei Jugendlichen verursachen Meningokokken der Serogruppe B über die Hälfte der Fälle, über ein Drittel werden durch Meningokokken C ausgelöst.7

Jugendliche sind durch ihr Sozialverhalten – Rauchen, Küssen, Besuch von Veranstaltungen, Clubbings, Skikursen, Auslandsaufenthalte/Sprachreisen – besonders gefährdet. Auch Rekruten und Schüler in Wohnheimen gehören der Risikogruppe an.7

Schutzmöglichkeiten

Der ÖSTERREICHISCHE IMPFPLAN empfiehlt die Meningokokken-Schutzimpfungen aktuell wie folgt:6
Meningokokken B:
für alle Kinder und Jugendlichen möglichst früh ab dem vollendeten 2. Lebensmonat.

Meningokokken C:
für Kleinkinder ab dem vollendeten 1. Lebensjahr empfohlen; möglich auch schon ab einem Alter von 2 Monaten.

Meningokokken ACWY:
für Jugendliche 1x im Schulalter (vollendetes 10.–13. Lebensjahr) im kostenfreien Impfprogramm. In bestimmten Situationen ab dem 2. Lebensjahr sinnvoll.

Zudem ist ein Meningokokken-Impfschutz (Bakterien-Typ je nach Situation bitte beim Arzt erfragen) für folgende Personen empfohlen:

  • Menschen mit Immundefekten
  • Reisende in Gebiete mit hohem Infektionsrisiko
  • bei beruflichem Erkrankungsrisiko (z. B. Kinderärzte, Intensivmediziner)
  • Kontaktpersonen im Umfeld von Meningokokken-Patienten

Referenzen

1a Naghavi, Mohsen, et al. Global, regional, and national age-sex specific all-cause and cause-specific mortality for 240 causes of death, 1990-2013: a systematic analysis for the Global Burden of Disease Study 2013. The Lancet 2015, 385: 117–17
2a World Health Organization. Meningococcal meningitis, fact sheet No.141, 11/2015 (available at: www.who.int/mediacentre/factsheets/fs141/en/ – last accessed 02/2017).
3a World Health Organization. Meningococcal vaccines: WHO position paper, 11/2011. Weekly Epidem. Rec. No. 47, 2011;86:521–40
4a Österreichischer Impfplan (www.bmg.gv.at/home/Impfplan)

1 World Health Organization. Meningococcal vaccines: WHO position paper, November 2011. Weekly Epidemiological Record. No. 47, 2011;86:521–40.
2 World Health Organization. Meningococcal meningitis, fact sheet No141, Novem-ber 2012. Available at: www.who.int/mediacentre/factsheets/fs141/en/ (Last accessed March 2014).
3 Stephens DS, et al. Lancet 2007;369:2196–210.
4 Rosenstein NA, Perkins BA, Stephens DS et al. N Engl J Med 2001;344:1378–88.
5 NHS Choices – Meningitis Complications. Available at: http://www.nhs.uk/ Condi-tions/Meningitis/Pages/Complications.aspx. (Last accessed March 2014)
6 Österreichischer Impfplan (www.bmg.gv.at/home/Impfplan)
7 European Centre for Disease Control. Annual epidemiological report 2012. Availa-ble at: http://www.ecdc.europa.eu/en/publications/Publications/Annual-Epidemiological-Report-2012.pdf (accessed 03/2014)
8 Goldschneider I, et al. Human immunity to the meningococcus. I. The role of humoral antibodies. J Exp Med1969;129:1307–26.

Kontakt

Mag. Barbara Masser-Mayerl
Corporate Communications Lead
Corporate Affairs
Tel. 01/ 970 75 518
barbara.b.masser-mayerl@gsk.com

Dr. Michael Aichinger
Medical Lead Vaccines Austria
Mobile +43 664 8270027
michael.c.aichinger@gsk.com

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