Virale Infektionen

Virale Erreger befallen den menschlichen Organismus noch häufiger als bakterielle. Dabei macht es ihre besondere Form der Vermehrung dem Immunsystem besonders schwer, gegen die virale Infektion vorzugehen. Dringen Viren in den Körper ein, werden die befallenen Zellen für die Virusvermehrung genutzt. In Folge produziert die Wirtszelle Tausende von neuen Viren und setzt diese frei. Geschützt durch die Zelle, können Antikörper nur schwerlich gegen die Eindringlinge vorgehen.

Krankheitsbilder

Unterschiedlichste Krankheiten, wie Masern, Mumps, Röteln und Windpocken, sowie Hepatitis, die echte Grippe und alle Formen von Herpes werden durch virale Erreger verursacht.

GSK-Produktpalette

Präparate zur Behandlung von Herpes-Infektionen zählen zur Produktpalette, für deren Entwicklung die Wissenschaftler mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurden. Zur Therapie der Grippe wurde bei GSK ein Medikament entwickelt, das die Virusvermehrung im Organismus hemmt. Zur Prophylaxe viraler Infektionskrankheiten bietet GSK eine ganze Reihe von Impfstoffen für diverse Altersgruppen an. 

Herpes

Drei Formen einer Erkrankung: Bei dem Begriff "Herpes" kommt vielen als Erstes die klassische Fieberblase in den Sinn. Generell wird unter "Herpes" aber eine Gruppe von Viruserkrankungen zusammengefasst. Die drei häufigsten sind:

Die Fieberblase

Die Fieberblase (meistens verursacht durch Herpes-simplex-Virus 1 "HSV-1")3

Erkrankung

85% aller Menschen kommen im Laufe ihres Lebens mit diesem Virus in Kontakt. Ungefähr jeder Dritte leidet an wiederholten Fieberblasen. Haben Sie sich einmal mit dem Erreger infiziert, bleibt das Virus ein Leben lang in Ihrem Körper.

Verschiedene Auslöser - etwa ein grippaler Infekt, Stress oder Sonne - begünstigen nach einer ersten Infektion die wiederholten Ausbrüche.

Symptome

Jucken und Brennen (vor dem Ausbruch) sowie Bläschen im Lippen- und Mundbereich.

Vorsorge und Therapie

Gesunde Ernährung, Bewegung und ausreichend Schlaf stärken Ihre Abwehrkräfte und können so Ausbrüchen vorbeugen. Schützen Sie außerdem Ihre Lippen mit Sunblocker-Lippenstiften.

Wirkstoffhaltige Cremes dämmen Fieberblasen geringfügig ein. Bei schwereren Fällen oder häufigeren Ausbrüchen empfiehlt sich aber eine systemische Therapie: Ihr Arzt verschreibt Ihnen ein Medikament, das das Virus direkt im Blut bekämpft. So werden Ausbrüche gelindert.

Bei einer Langzeittherapie kann auch die Anzahl der Ausbrüche vorsorgend stark reduziert werden. 


3 Cernik C et al, Arch Intern Med, Vol 2008; 168 (11): S 1137-1144

schließen

Der Genitalherpes

Der Genitalherpes (meistens verursacht durch Herpes-simplex-Virus 2 "HSV-2")3

Erkrankung

Genitalherpes wird durch Sexualkontakt übertragen. Haben Sie sich mit dem Virus infiziert, bleiben Sie das Ihr Leben lang. Genitalherpes ist eine verbreitete Erkrankung, wird aber oft mit einer Scheideninfektion, einem Pilz, etc. verwechselt.

Symptome

Juckende Bläschen im Bereich der Geschlechtsorgane und in der Analgegend. Teilweise Fieber, Muskel-, Kopf- und/oder Bauchschmerzen.

Vorsorge/Therapie

Herpes ist ansteckend und die Übertragung kann auch ohne sichtbare Läsionen passieren, sprich wenn Sie keinen akuten Ausbruch haben: Verwenden Sie immer Kondome, um sich und Ihre Sexualpartner zu schützen. Die Erkrankung selbst besteht lebenslang, ist aber gut behandelbar: Eine systemische Therapie (Medikamente, die über die Blutbahn das Virus unmittelbar bekämpfen) lindert Ausbrüche und kann in der Langzeittherapie sogar die Anzahl der Ausbrüche stark reduzieren.


3 Cernik C et al, Arch Intern Med, Vol 2008; 168 (11): S 1137-1144

schließen

Die Gürtelrose

Die Gürtelrose (verursacht durch Varizella-Zoster-Virus "VZV")4

Erkrankung

Menschen (vor allem ältere), die in ihrer Kindheit Windpocken hatten, können Jahre später eine Gürtelrose bekommen. Auslöser sind dabei oft schwache Abwehrkräfte oder Stress. Eine Gürtelrose tritt für gewöhnlich nur einmal im Leben auf. Sie kann sehr schmerzhaft sein. Eine schnelle Behandlung ist wichtig, damit keine Komplikationen (z.B. bleibender chronischer Schmerz) auftreten.

Symptome

An den betroffenen Stellen - meist am Rumpf, Oberkörper oder im Gesicht - bilden sich Bläschen, die mit Flüssigkeit gefüllt sind. Diese sind schmerzhaft, klingen aber bei richtiger Behandlung schnell wieder ab.

Therapie

Bei Anzeichen einer Gürtelrose suchen Sie bitte umgehend Ihren Arzt auf. Neben schmerzstillenden Medikamenten wird Ihnen vom Arzt ein systemisch wirkendes Arzneimittel verschrieben, das das Virus direkt über die Blutbahn bekämpft. 


4 Dworkin RH et al, Clinical Infectious Diseases 2007; 44: S1–26

schließen