Dermatologie

Die Dermatologie befasst sich mit Hauterkrankungen wie zum Beispiel Akne, Ekzemen, Psoriasis, Neurodermitis und gut- und bösartigen Hauttumoren.
Die Haut des Menschen ist flächenmäßig das größte, das schwerste und funktionell vielseitigste Organ unseres Körpers.

Die Funktionsmechanismen der Haut:

  • Abgrenzung von innen und außen
  • Schutz vor Umwelteinflüssen wie UV-Strahlen, Verletzungen, Krankheitserregern, Fremdsubstanzen, etc.
  • Schutz vor Wärmeverlust bzw. Überhitzung
  • Schutz vor Flüssigkeits-, Elektrolyt- und Eiweißverlusten
  • Aufnahme von Berührungs- und Druckreizen
  • Temperatur- und Schmerzempfindung
  • Wichtige Funktionen im Bereich des Stoffwechsels und der Immunologie. 

Durch das Verständnis über die Erkrankungsursachen und -symptome können wir Behandlungen entwickeln, die einen Unterschied ausmachen.

Wir konzentrieren uns auf folgende Schwerpunkte der Hautgesundheit:

Chronisches Handekzem

Handekzeme – manchmal auch als Handdermatitis bezeichnet – sind eine durch verschiedene Ursachen ausgelöste Entzündung der Hände. Hierbei handelt es sich um eine weit verbreitete Erkrankung, die im Verlauf der Zeit immer wieder auftreten kann.1-3

Die nachfolgende Liste beschreibt einige der Hauptsymptome von Handekzemen:4

  • Hautrötung (Erythem)
  • Juckreiz
  • Schmerzen
  • Trockenheit bis zur Ablösung und Abschuppung der Haut
  • Risse (feine Risse)
  • Blasenbildung (Bläschen)

Wenn ein Handekzem drei Monate oder länger anhält oder mindestens zweimal pro Jahr trotz einer Therapie wieder auftritt, spricht man von einem chronischen Handekzem.5

10% der gesamten Bevölkerung leiden unter Handekzemen.4 Von diesen leiden 5-7% unter einem schweren chronischen Krankheitsverlauf.4

Der erste Schritt zu einer Diagnose besteht darin, Ihren Arzt aufzusuchen, der Ihnen Fragen zu Ihrer Erkrankung stellen wird. Dies hilft dem Arzt, mögliche Ursachen für Ihr Handekzem abzuleiten.


1 Veien NK, et al. Contact Dermatitis 2008; 58: 335–339.
2 Meding B, et al. J Invest Dermatol 2005; 124: 893–897.
3 Thyssen JP, et al. Contact Dermatitis 2010; 62: 75–87.
4 Diepgen TL, et al. Contact Dermatitis 2007; 57: 203–210.
5 Diepgen TL, et al. J Dtsch Dermatol Ges 2009; 7 S1–16.

Akne

Bis zu 650 Millionen Menschen leiden an Akne.1 Sie ist eine der häufigsten Hauterkrankungen. Sie kann schwach, moderat oder stark auftreten. Drüsen in der Haut produzieren auf natürliche Weise Talg. Ein Überschuss an Talg kann jedoch eine Infektion der Haarfollikel durch den Bakterientyp P. acnes verursachen. Dies kann zu Hautläsionen führen.

Akne wird oft durch Hormonänderungen in der Pubertät ausgelöst. Zudem kann eine genetische oder familiäre Neigung zu der Erkrankung führen. Es kann frustrierend sein, darauf zu warten, dass die Akne von allein abklingt, und kann ohne Behandlung zur Wund- und Narbenbildung führen.


1 Vos, T (15 December 2012). "Years lived with disability (YLDs) for 1160 sequelae of 289 diseases and injuries 1990-2010: a systematic analysis for the Global Burden of Disease Study 2010.” Lancet 380 (9859): 2163–96.

Andere dermatologische Erkrankungen

  • Ekzeme (Atopische Dermatitis)

Als Ekzem oder atopische  Dermatitis wird im Allgemeinen entzündete, gereizte, juckende Haut bezeichnet. Mehr Kinder als Erwachsene sind davon betroffen und es kann überall auftreten. Üblicherweise treten Ekzeme jedoch in der Kniebeuge, in der Ellenbeuge, auf dem Bauch, dem Gesicht und den Händen auf. Ekzeme erscheinen häufig als juckende, entzündete Hautstellen, als Hautausschlag oder verdickte Haut.

  • Psoriasis

Eine Psoriasis kann auf allen Hautstellen entstehen. Sie tritt bei über 125 Millionen Menschen auf der Welt auf1 und ist eine lebenslange Erkrankung, d. h. sie kann nicht geheilt werden. Allerdings kann sie behandelt werden. Ärzte glauben, dass Psoriasis vom Immunsystem des Körpers ausgelöst werden könnte. Zudem können die Ursachen genetisch bedingt sein und in Familien vorkommen. Bei der Psoriasis entstehen angehobene, rote Stellen auf der Haut, die von silbrig-weißen Schuppen bedeckt sind.

  • Hautinfektionen

Oberflächliche Hautinfektionen werden durch Bakterien, meist Staphylococcus aureus, verursacht, die durch eine kleine Verletzung der Haut, wie z. B ein Schnitt oder ein Insektenbiss, eindringen können.

Arten von Hautinfektionen sind Eiterflechte, Follikelentzündung, Furunkel und Karbunkel. 


International Federation of Psoriasis Associations (IFPA). World Psoriasis Day 2015. Key Communications Messages. Accessed on 13 May 2015.