HIV & AIDS

ViiV Healthcare ist ein weltweit tätiges pharmazeutisches Unternehmen mit der Mission, durch nachhaltige Fortschritte eine Verbesserung in der Behandlung und Versorgung von Menschen mit HIV bzw. von HIV-Betroffenen zu erzielen. Gegründet wurde das Unternehmen 2009 von GlaxoSmithKline (GSK) und Pfizer. 2012 kam Shionogi als Anteilhaber hinzu. In Österreich werden die ViiV-Produkte von GSK betreut. ViiV Healthcare ist das einzige pharmazeutische Unternehmen, das sich komplett dem Kampf gegen HIV verschrieben hat. Es kann sich daher hoch fokussiert und flexibel vollständig darauf konzentrieren, tiefer und weiter im Bereich HIV/AIDS zu forschen als je ein Unternehmen zuvor. Das Ziel von ViiV Healthcare ist, durch seinen innovativen Ansatz neue wirksame HIV-Medikamente zu entwickeln, Menschen zu unterstützen, die von HIV betroffen sind, und den Zugang zur Therapie zu verbessern. Erfahren Sie mehr zu unserem Kampf gegen HIV/AIDS in Entwicklungsländern.

Was ist HIV?

Das HI-Virus (HIV, Humanes Immundefizienz Virus) ist ein Virus, das das Immunsystem des Menschen massiv angreift. Eine Infektion mit dem Virus führt unbehandelt fast immer zu AIDS.

Rund 37 Mio. Menschen sind derzeit weltweit mit HIV infiziert und im Jahr 1981 wurden die ersten AIDS-Fälle beschrieben. 1983/84 konnte das HI-Virus als Ursache dieser erworbenen Immunschwäche identifiziert werden. Mit wachsenden Erkenntnissen über das Virus und seine Vermehrung begann die intensive Forschung nach Medikamenten. Bereits 1987 wurde dann die erste antiretrovirale Substanz zugelassen. Es folgten weitere Wirkstoffe und der große Durchbruch gelang 1996, als der Erfolg einer Kombinationstherapie bekannt wurde, die aus mindestens drei Substanzen besteht - ein Konzept, welches sich bewährt hat. Auch heute noch besteht die HIV-Therapie klassischerweise aus drei Wirkstoffen – zwei Nukleosidische Reverse-Transkriptase-Inhibitoren (NRTIs) und einem core agent. Mittlerweile stehen etwa 30 Präparate für die HIV-Therapie zur Verfügung, und nach wie vor werden stetig neue antiretrovirale Wirkstoffe entwickelt und bestehende optimiert.

WICHTIG: Eine HIV-Infektion ist nicht das Gleiche wie AIDS!

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Wie verläuft die Infektion?

Die Viren schleusen ihr genetisches Material in die menschliche Wirtszelle ein. Die befallene Zelle wird gezwungen, neue Viren zu produzieren. Das Virus ist sehr wandlungs- und anpassungsfähig. Es befällt bevorzugt Zellen, die für die gesamte Koordination der körpereigenen Abwehr zuständig sind. In der ersten Phase der Infektion können unspezifische Symptome wie Fieber, Gliederschmerzen, Müdigkeit auftreten, häufig ist allerdings nicht viel von einer Krankheit zu spüren. Das Immunsystem arbeitet auf Hochtouren, um die Vermehrung des Virus zu unterdrücken. Da sich das Virus gleichzeitig weiter vermehrt, stellt sich über lange Zeit ein Kräfte-Gleichgewicht ein. Das ist die sogenannte Latenzphase. Die Länge dieser Phase kann sehr unterschiedlich sein. Irgendwann schafft es das Immunsystem nicht mehr, dieses Gleichgewicht aufrechtzuerhalten und die Viren nehmen überhand. Ohne HIV-Therapie treten in dieser Zeit die ersten Symptome auf: Befindlichkeitsstörungen, Lymphknotenschwellung, unklare Fieberschübe usw. machen eine medizinische Behandlung notwendig.

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Was ist AIDS?

AIDS (Acquired Immune Deficiency Syndrome) ist die Abkürzung für das sogenannte erworbene Immunschwäche- Syndrom. Von AIDS spricht man erst, wenn "Indikatorkrankheiten" (opportunistische Infektionen) auftreten. Diese Infektionen werden durch Keime hervorgerufen, die einem Menschen mit gesundem Immunsystem keine ernsten Probleme bereiten. In Österreich kommt es aufgrund des breiten Zugangs zu HIV-Therapien nur mehr in seltenen Fällen zum Ausbruch von AIDS.

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Kann man die HIV-Infektion heilen?

Gegen HIV gibt es zurzeit weder eine Impfung, noch ist eine Heilung (Viruselimination) in Sicht. Die HIV-Infektion ist heute jedoch meistens durch eine lebenslange medikamentöse Therapie so gut behandelbar, dass das Therapieziel lautet, die Viruskonzentration im Körper langfristig auf einem minimalen Niveau - d.h. unter der Nachweisbarkeitsgrenze - zu halten.

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Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?

Durch die sogenannte antiretrovirale Therapie kann der Krankheitsverlauf einer HIV-Infektion stark gebremst werden. Das Immunsystem kann sich wieder erholen, das bedeutet längeres Überleben und bessere Lebensqualität. Durch eine rechtzeitige und konsequente medikamentöse Therapie ist die Lebenserwartung von HIV-Infizierten vergleichbar mit der von nicht HIV-Infizierten.

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Welche Probleme können bei der Therapie auftreten?

Nach einiger Zeit können die Viren unempfindlich gegenüber Medikamenten werden. Deshalb kann es sein, dass die Therapie umgestellt werden muss. Auch Nebenwirkungen können zu einer Umstellung führen. Es ist sehr wichtig, dass die PatientInnen die HIV-Therapie regelmäßig einnehmen. Eine unregelmäßige Einnahme kann die oben genannten Beschwerden drastisch verschlechtern und den weiteren Verlauf der Erkrankung negativ beeinflussen.

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Wie kann ich mich mit HIV infizieren?

HIV kann übertragen werden durch: 

  • ungeschützten Geschlechtsverkehr 
  • gemeinsamen Gebrauch von Spritzen und/oder Nadeln 
  • Blut, Körperflüssigkeiten 
  • Mutter-Kind-Übertragung während Schwangerschaft, Geburt, Stillperiode

HIV wird nach heutiger Kenntnis NICHT übertragen durch:

  • Mücken oder andere Insekten 
  • Speichel (z.B. Küssen), Tränenflüssigkeit 
  • Geschützten Geschlechtsverkehr (korrekter Gebrauch von Kondomen) 
  • Alltäglichen Umgang: soziale Kontakte, Händeschütteln, Anhusten, Umarmen, gemeinsames Benützen von Gläsern oder Besteck, uvm.

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Weitere Informationen

Weitere Information zum Thema HIV finden Sie unter

• Aids-Hilfen Österreichs
http://www.aidshilfen.at/
• ÖAG Österreischische AIDS Gesellschaft
http://www.aidsgesellschaft.info/
• Österreichische Gesellschaft niedergelassener Ärzte zur Betreuung HIV-Infizierter
http://www.oegnae-hiv.at/
• Buddy Verein
http://www.buddy-verein.org/
• Hepatitis Hilfe Österreich
http://www.gesundeleber.at/
• HIVmobil
http://www.hivmobil.org/
• Österreichische Hämophiliegesellschaft
http://www.bluter.at/
• Positiver Dialog
http://www.positiverdialog.at/
• PulsHIV
http://www.pulshiv.at/

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