Masern, Mumps, Röteln

Masern

Die Masernviren werden direkt oder durch Tröpfcheninfektion übertragen und führen nach einer Inkubationszeit von durchschnittlich 8-10 Tagen, höchstens 21 Tagen, zu ersten Symptomen wie Fieber, Rhinitis, Konjunktivitis oder Laryngitis, gefolgt vom typischem Ausschlag und Fieberanstieg. Die Komplikationsrate beträgt in den Industrienationen 20%. Am häufigsten werden Durchfall, Mittelohr- und Lungenentzündung beobachtet, gefolgt von Krampfanfällen, bis hin zu einer Masernenzephalitis (Entzündung des Gehirns), die in bis zu 25% der Fälle tödlich verläuft. 

Eine spezifische antivirale Therapie steht nicht zur Verfügung, der einzig wirksame Schutz vor einer Infektion ist die Impfung.*

 

*Österreichischer Impfplan 2018

Mumps

Mumps ist eine hochinfektiöse Viruserkrankung, die meist über Tröpfchen übertragen wird. Typisches Krankheitsbild sind Hals-, Nacken- und Ohrenschmerzen bis zu den bekannten Anschwellungen der Ohrspeicheldrüse (Hamsterbacken). Bei Mumpserkrankungen nach der Pubertät tritt bei 10–40% der männlichen Jugendlichen eine Hodenentzündung auf. Bei Mädchen können selten Brustdrüsenentzündung und/oder Eierstockentzündung auftreten.

Vor der Einführung des Mumpsimpfstoffes war Mumps eine der häufigsten Ursachen von Taubheit.*

 

*Österreichischer Impfplan 2018

Röteln

Bei Rötelninfektionen bis zur 17. Schwangerschaftswoche kann es zu schweren Schäden des ungeborenen Kindes (mit Taubheit, Herzfehlern und anderen Organdefekten) kommen. Je früher in der Schwangerschaft Röteln auftreten umso schwerwiegender können die Missbildungen sein. Durch die Rötelnimpfung beider Geschlechter als Masern-Mumps-Röteln-Impfung soll die Zirkulation des Rötelnvirus weiter zurückgedrängt werden, um das Fehlbildungsrisiko auch bei Kindern von nicht immunen Frauen weiter zu reduzieren.*

 

*Österreichischer Impfplan 2018