GSK verlängert seine Verpflichtung zu Preisstopp auf zehn Jahre für Länder, deren GAVI-Förderung ausläuft

GlaxoSmithKline (GSK) hat sich am 27.1.2015 gegenüber den Regierungen der durch GAVI (Internationale Impfallianz) -geförderten Länder zu einem neuen verlängerten Preisstopp verpflichtet. Dieses Angebot ermöglicht es Entwicklungsländern, die aufgrund ihres gestiegenen wirtschaftlichen Wohlstands aus der GAVI-Förderung herausfallen, Impfstoffe gegen Lungenentzündung, Durchfallerkrankungen und Gebärmutterhalskrebs zehn Jahre lang weiterhin zu den deutlich reduzierten GAVI-Preisen erwerben zu können. Das ist ein Beitrag dazu, in Entwicklungsländern langfristig nachhaltige Impfprogramme sicherzustellen. GAVI ist eine öffentlich-private Partnerschaft, deren Ziel darin besteht, den Zugang zu Impfungen in 73 der ärmsten Ländern der Welt zu verbessern. 

Sir Andrew Witty, Chief Executive Officer von GSK, dazu: "Im Lauf der letzten 15 Jahre hat GAVI dazu beigetragen, hunderte Millionen Kinder in den ärmsten Ländern der Welt gegen Infektionskrankheiten zu schützen, und hat damit zweifellos Millionen von Leben gerettet. Als langjährige Unterstützer von GAVI unternehmen wir auch weiterhin Schritte, um sicherzustellen, dass wir alles in unserer Macht Stehende tun, um den Zugang zu Impfstoffen zu verbessern. Die Verlängerung unseres Preisstopps soll den aus der Förderung herausfallenden Ländern Preisstabilität verschaffen und damit die Nachhaltigkeit des GAVI-Modells sichern und dazu beitragen, dass mehr Kinder von den nationalen Impfprogrammen profitieren können." 
Ab 2016 werden nach und nach 22 Länder, deren Wirtschaft wächst, aus der GAVI-Förderung herausfallen. Durch dieses Verfahren kann GAVI seine Ressourcen auf die ärmsten Länder konzentrieren. Dies ermöglicht den Regierungen gleichzeitig, im Lauf der Zeit die Verantwortung für und die Leitung der Impfprogramme immer stärker selbst zu übernehmen. GSK hat sich als erste Firma verpflichtet, für die aus der Förderung herausfallenden Länder die niedrigsten Preise beizubehalten. Dadurch können Regierungen die Finanzierung der Gesamtkosten ihrer Impfprogramme planen und ihre Verpflichtung zu nachhaltigen Impfprogrammen aufrecht erhalten. 
Im Vorfeld der GAVI-Geberkonferenz hat GSK auch erneut versichert, dass die Firma neue, effizientere Herstellungsmethoden erforscht, die die Herstellungskosten für diese Impfstoffe senken. Diese Einsparungen werden an GAVI und die GAVI-Spender weitergegeben. 

Luc Debruyne, Leiter des Bereichs Impfstoffe von GSK Europa: "In den ärmsten Ländern der Welt werden mehr Kinder gegen mehr Krankheiten als jemals zuvor geimpft. Dies wurde durch eine bisher beispiellose Kooperation zwischen Regierungen, Gruppierungen wie GAVI und pharmazeutischen Unternehmen ermöglicht. Vier von fünf Impfstoffen der Firma GSK werden Entwicklungsländern zu erheblich reduzierten Preisen gegenüber den Preisen in westlichen Ländern abgegeben. Wir bieten GAVI unsere niedrigsten Preise an, die sogar nur ein Zehntel des Preises in Industrieländern betragen können. Bei diesem Preisniveau können wir gerade unsere Kosten decken, was entscheidend dafür ist, dass wir unser Angebot an GAVI nachhaltig gestalten können. Wir suchen weiter nach Möglichkeiten, die Herstellungskosten zu senken und werden diese Einsparungen an GAVI weitergeben." 
GSK ist ein langjähriger Partner von GAVI und hat seit vielen Jahren seine niedrigsten Preise den Ländern gewährt, die für eine GAVI-Förderung infrage kommen. In den 15 Jahren seit der Gründung im Jahr 2000 hat GAVI dazu beigetragen, die Immunisierung einer halben Milliarde Kinder in einigen der ärmsten Ländern der Welt zu finanzieren und so geholfen, sieben Millionen Todesfälle zu verhindern und die Häufigkeit vieler Infektionskrankheiten erheblich zu reduzieren. 
GSK leistet in Bezug auf Impfstoffe einen großen Beitrag bei GAVI. Die Firma liefert innovative Impfstoffe wie die gegen das Rotavirus, Lungenentzündung und das Zervixkarzinom zu erheblich reduzierten Preisen, um den Zugang in Entwicklungsländern zu verbessern. GSK hat sich verpflichtet, über 850 Millionen Impfdosen bereitzustellen, die dazu beitragen, bis zum Jahr 2024 bis zu 300 Millionen Kinder in Entwicklungsländern zu schützen. Des Weiteren werden sehr lange schon Schritte unternommen, um weltweite Herausforderungen auf dem Gebiet der Gesundheitsversorgung anzugehen. So investiert GSK beispielsweise in Forschungsprogramme zu Impfstoffen gegen kritische Erkrankungen, von denen arme Länder betroffen sind, wie Malaria, Tuberkulose, HIV und Ebola, und ist eine wegweisende, fünfjährige Partnerschaft mit Save the Children eingegangen, um dazu beizutragen, Millionen von Kindern das Leben zu retten.

Weitere Informationen: 

  • In 170 Ländern auf der ganzen Welt wurden Impfstoffe von GSK in Impfprogramme aufgenommen. 2013 hat GSK 862 Millionen Impfdosen ausgeliefert, über 80% davon zur Verwendung in Entwicklungsländern.
  • Im Juli 2013 hat sich GSK verpflichtet, für GAVI weitere 240 Millionen Dosen des 10-valenten Pneumokokken-Impfstoffs bereitzustellen, die in den nächsten 10 Jahren in Entwicklungsländern verwendet werden sollen. Dies soll dazu beitragen, bis zu 80 Millionen weitere Kinder gegen durch Pneumokokken verursachte Erkrankungen wie Meningitis und Lungenentzündung zu schützen. Diese Menge stellt GSK zusätzlich zu den 480 Millionen Dosen des Impfstoffs zur Verfügung, die GSK GAVI bereits im Rahmen des Advance Market Commitment zugesagt hat.
  • GSK hat 132 Millionen Dosen der Schluckimpfung gegen Rotaviren zugesagt, was zum Schutz von 60 Millionen Kindern beiträgt. Schätzungen zufolge sterben weltweit jährlich eine halbe Million Kinder an durch Rotaviren verursachter Gastroenteritis - das entspricht einem Kind pro Minute.1
  • GSK hat sich GAVI gegenüber verpflichtet, seinen Impfstoff gegen Gebärmutterhalskrebs im Rahmen eines Langzeitprogramms bereitzustellen. Das Zervixkarzinom stellt in Entwicklungsländern ein bedeutendes Problem dar.
  • GSK stellt UNICEF seit 50 Jahren orale Polioimpfstoffe zur Verfügung und hat seit der Gründung der Global Polio Eradication Initiative im Jahr 1988 fast 16 Milliarden Dosen beigetragen.
  • Seit 2000 wurden zahlreiche neue, innovative Impfstoffe in das von der WHO empfohlene erweiterte Impfprogramm aufgenommen. Mit Unterstützung von GAVI und anderer Partnerorganisationen wurden inzwischen Millionen von Kindern in den ärmsten Ländern der Welt gegen Erkrankungen wie Hepatitis B, Masern, Röteln, Erkrankungen durch Pneumokokken sowie gegen Rotavirus und Polio geimpft.

 

Quelle
1 Weekly epidemiological record, 1st Feb 2013. No. 5, 2013, 88, 49-64
http://www.who.int/wer/2013/wer8805.pdf?ua=1

Ansprechpartner: 
Prof. Dr. Siegfried Schön 
Director Medical & Regulatory 
Tel. 01/970 75/200 
siegfried.s.schoen@gsk.com 

Mag. Barbara Masser-Mayerl 
Communications Manager, Corporate Affairs 
Tel. 01/ 970 75 518 
barbara.b.masser-mayerl@gsk.com

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