Welt-Lupus-Tag am 10.5.2018: Der systemische Lupus erythematodes (SLE) hat viele Gesichter

  • Bis zu 3000 PatientInnen in Österreich von Lupus betroffen 

SLE (Systemischer Lupus erythematosus) ist die häufigste Form von Lupus und es sind weltweit ca. 70% von geschätzten 5 Millionen Lupus-PatientInnen davon betroffen - bis zu 3000 PatientInnen in Österreich. Der Welt-Lupus-Tag am 10. Mai soll jährlich die Aufmerksamkeit über Lupus erhöhen.
Der systemische Lupus erythematodes ist eine chronisch-entzündliche systemische Autoimmunerkrankung, die häufig die Haut, die Gelenke, die Nieren, das Nervensystem, die serösen Häute (Rippenfell, Herzbeutel u.a.) und andere Organe des menschlichen Körpers betrifft.

Den Namen erhielt die Erkrankung von den lateinischen Bezeichnungen „Lupus“= Wolf und „erythematodes“ = errötend von früheren Medizinern, da die typischen Symptome der Erkrankung im Gesicht wie Vernarbungen, Rötungen und Furchen, den Betroffenen ein wolfsähnliches Aussehen verliehen. Da man heutzutage schon viel bessere Behandlungsoptionen als früher hat, kommen solche schweren Hautwunden nicht mehr bzw. nur mehr selten vor.  
Um einen Lupus erythematodes zu diagnostizieren, ist der Nachweis von Antikörpern geeignet, die sich gegen Zellkernbestandteile (=antinukleäre Antikörper, ANA) und RNA-bindende Proteine, richten. Des Weiteren sind in ca 70% der Fälle Antikörper gegen doppelsträngige DNA nachweisbar, deren Titer mit der Aktivität der Erkrankung korreliert.
Eine Diagnosestellung erfolgt anhand der serologischen Marker und der klinischen Befunde einer entzündlichen Systemerkrankung gemäß des internationalen Kriterienkataloges. Zumeist treten Schübe mit höherer Krankheitsaktivität auf, gefolgt von längeren beschwerdefreien Abschnitten, über Monate bis Jahre. Eine vollständige Abheilung der Erkrankung ist derzeit noch nicht möglich.
Die verfügbaren Medikamente können jedoch die Krankheit kontrollieren und eine erhöhte Lebensqualität ermöglichen. Daher ist es für die Betroffenen umso wichtiger, eine frühe Diagnose zu erhalten. Je früher die Symptome und Schübe erkannt werden, desto besser können PatientInnen medikamentös eingestellt werden. So kann auch die Lebensqualität besser erhalten bleiben.
Hauptziel der Therapien bei SLE ist es, die krankheitsbedingten Beschwerden zu lindern und die Krankheitsschübe, welche die Organe schädigen, zu verringern. Meistens beginnen Betroffene die Therapie mit Antimalariamittel, dann folgen Kortikosteride. Mithilfe von Immunsuppressiva, also Medikamenten, die das Immunsystem unterdrücken, wird dafür gesorgt, dass die Entzündungen gebremst werden. Diese Entzündungen entstehen, da das Immunsystem fälschlicherweise den eigenen Körper attackiert. Bei bestimmten Patienten kommen auch Biologika zum Einsatz.
Da die Symptome bei SLE bei den einzelnen PatientInnen stark variieren können, ist auch die Therapie sehr unterschiedlich. Wichtig ist es darauf zu achten, dass die Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen keine zusätzlichen Schäden hervorrufen. Auch der Schweregrad und die aktuellen Aktivitäten der chronischen Erkrankungen spielen eine Rolle in der Entscheidung, welche Therapie die Betroffenen erhalten.

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