Blogger Event #ÖsterreichgegenMeningitis: Bloggerinnen machen sich stark gegen Meningokokken-Meningitis

  • Blogger Event am 11.4.: Aufklärung zu Meningokokken-Erkrankung und Schutzmaßnahmen
  • Bildmaterial verfügbar
  • Einladung: Pressekonferenz #ÖsterreichgegenMeningitis am 24.4. 

Im Vorfeld des Welt-Meningitis-Tages und der Welt-Impfwoche und im Rahmen der Kampagne #ÖsterreichgegenMeningitis veranstaltete GSK (GlaxoSmithKline Pharma GmbH) am 11.4.2019 ein Treffen von „Mum-Bloggern“ (Müttern, die ihre Ansichten und Erfahrungen in Blogs teilen), Betroffenen, Vertretern von GSK und dem Kinderarzt und Intensivmediziner OA Dr. Alexander Schneider.
Besonders der Erfahrungsaustausch stand bei diesem Event im Vordergrund. So berichtete ein Betroffener, mittlerweilen selbst Vater, der im Alter von 18 Jahren selbst an einer Meningokokken-Meningitis erkrankte, wie er diese schreckliche Zeit empfunden hat. Das Blogger-Event war nach einer Veranstaltung im November letzten Jahres bereits das zweite dieser Art der modernen Disease Awareness.

(Bildmaterial zur Veranstaltung finden Sie zum Download auf APA OTS.)

24 Stunden: Meningokokken-Meningitis stellt Leben auf den Kopf

Meningokokken sind Bakterien, die ausschließlich beim Menschen vorkommen und Auslöser einer Meninokokken-Erkrankung (Meningitis [Gehirnhautentzündung], Sepsis) sind. Eine Meningokokken-Erkrankung ist selten, aber ernstzunehmend. Sie kann innerhalb von 24 Stunden tödlich sein oder schwerwiegende Folgeerscheinungen mit sich bringen. Durch ihre schwere Erkennbarkeit und die Konsequenzen ist ein Schutz vor dieser Erkrankung besonders wichtig.1,2

„Jede Mutter und jeder Vater sollte sich bewusst sein, dass es Schutzmöglichkeiten durch verschiedene Impfungen gegen Meningokokken gibt. Leider wissen viele Eltern nicht über die Impfungen bzw. den Impfstatus ihrer Kinder bescheid“, so Dr. Michael Aichinger, Medical Lead Vaccines GSK Austria.

Trotz aller medizinischen Möglichkeiten verstarben 2017 25% der Erkrankten – und das, obwohl die meisten Fälle durch Impfungen verhindert hätten werden können.3 Die schweren Krankheitsverläufe kommen tragischerweise besonders bei Säuglingen und Kleinkindern vor. Mit der Kampagne „#ÖsterreichgegenMeningitis“ will GSK auf diese schwerwiegende Erkrankung aufmerksam machen und Schutzmöglichkeiten aufzeigen.

Invasive Meningokokken-Erkrankungen können durch Impfungen verhindert werden: Empfehlungen im aktuellen Impfplan

„Ich arbeite auf einer Intensivstation und dort habe ich dramatische Verläufe der Meningokokken-Meningitis und -Sepsis bei Kindern gesehen. Als Arzt, aber auch als Vater einer Tochter, bin ich sehr glücklich darüber, dass es mittlerweile durch Impfungen einen guten Schutz gegen diese bösartige Erkrankung gibt.“, so OA Dr. Alexander Schneider, AKH, und Sprecher am Blogger Event.
Der aktuelle Österreichische Impfplan 20192 empfiehlt Impfungen gegen invasive Meningokokken - Infektionen möglichst früh ab dem vollendeten 2. Lebensmonat.

Impfungen – Qualitätssicherung steht an oberster Stelle

"70% der Produktionszeit einer Impfdosis werden für Qualitätssicherung aufgewendet. Das ist beeindruckend. Schnell gibts nicht. Denn schnell ist nicht sicher.", so Patrice Fuchs, Bloggerin und Betreiberin von FamilieRockt Media, - beeindruckt nach einem Besuch eines GSK Impfstoffwerkes in Wavre, Belgien.

Einladung: Pressekonferenz #ÖsterreichgegenMeningitis am 24.4.

Informationen aus erster Hand: Erfahren Sie mehr von Experten und Betroffenen auf unserer
Pressekonferenz am 24. April und werden Sie Teil der Bewegung #ÖsterreichgegenMeningitis!

Nähere Informationen erhalten Interessierte auf www.meningokokken-erkrankung.at, auf https://www.facebook.com/MeinBabyUndMeningokokken/, sowie direkt beim Kinderarzt. 

Referenzen

World Health Organization. Meningococcal meningitis, fact sheet 19 February 2018 (available at: http://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/meningococcal-meningitis).
Österreichischer Impfplan 2019 (abgerufen auf www.sozialministerium.at am 20.1.2019)
Meningokokken Jahresbericht 2017, AGES https://www.ages.at/ (abgerufen am 07.11.2018)

Kontakt

Dr. Michael Aichinger
Medical Lead Vaccines Austria
michael.c.aichinger@gsk.com
Mobile +43 664 8270027

Mag. Barbara Masser-Mayerl
Communications Manager,
Corporate Affairs
Tel. 01/970 75 518
barbara.b.masser-mayerl@gsk.com

GlaxoSmithKline Pharma GmbH

Euro Plaza, Gebäude I, 4. Stock
Wagenseilgasse 3
1120 Wien
at.info@gsk.com

Registered in England & Wales:
No. 3888792
Registered Office:
980 Great West Road
Brentford, Middlesex
TW8 9GS

Hintergrundinformationen für Journalisten

Ursache der Meningokokken-Erkrankung

Meningokokken-Erkrankungen sind aufgrund anfänglich unspezifischer Symptome schwer zu diagnostizieren und zeichnen sich oft durch einen schnellen Verlauf aus.1, 2, 7
Meningokokken sind Bakterien, die ausschließlich beim Menschen vorkommen. Bei Gesunden können sie die Schleimhaut des Nasenrachenraumes besiedeln, ohne Krankheitserscheinungen auszulösen. Kommt es jedoch zur Erkrankung, so kann der Verlauf von Meningokokken-Infektionen zu bleibenden Schäden führen, oder sogar tödlich sein.2,5

Übertragung

Meningokokken werden über Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch übertragen. Die Bakterien leben im Nasen-Rachenraum des Menschen und können durch Küssen, Husten oder Niesen weitergegeben werden. 10 - 20% der Bevölkerung tragen Meningokokken in sich, ohne zu erkranken, können die Bakterien aber an andere weitergeben. Die meisten Betroffenen stecken sich bei augenscheinlich gesunden Kontaktpersonen, z.B. Familienmitgliedern, Freunden oder Betreuungspersonen, an.2

Symptome der Meningokokken-Erkrankung

Von der Ansteckung bis zum Ausbruch einer Erkrankung dauert es in der Regel drei bis vier Tage.1 Zunächst treten grippeähnliche Symptome auf. Dazu setzen oft in der Folge starke Kopfschmerzen, hohes Fieber, Übelkeit, Lichtempfindlichkeit und Nackensteifheit ein. Bei einem großen Teil der Erkrankten treten zusätzlich kleine, punktförmige Hautblutungen auf, die sich schnell vergrößern können. Bei Säuglingen und Kleinkindern sind die Symptome häufig schwieriger zu deuten, da die Symptome oft trügerisch mild sind.1,2,4,5

Konsequenzen

In Österreich werden jährlich ca. 20-30 Meningokokken-Erkrankungen gemeldet9. Selbst bei korrekter Versorgung im Krankenhaus stirbt etwa 1 von 10 Patienten – im Jahr 2017 waren es sogar 25% der Erkrankten9. Bei bis zu 2 von 10 Überlebenden bleiben dauerhafte schwere Folgeschäden wie beispielsweise Amputationen, Hörverlust oder Hirnschäden zurück.2,6

Risikogruppen

Von den 5 wichtigsten Meningokokken-Gruppen A, B, C, W und Y sind in Österreich Meningokokken B und C am weitesten verbreitet. Das höchste Erkrankungsrisiko besteht bei Säuglingen und Kleinkindern bis 4 Jahren, gefolgt von Jugendlichen.1,9

Säuglinge können aufgrund ihres unreifen Immunsystems besonders häufig und schwer an Meningokokken erkranken. 79% aller Meningokokken-Erkrankungen in dieser Gruppe werden durch Meningokokken B verursacht.7

Bei Jugendlichen verursachen Meningokokken der Serogruppe B über die Hälfte der Fälle, über ein Drittel werden durch Meningokokken C ausgelöst.7

Jugendliche sind durch ihr Sozialverhalten – Rauchen, Küssen, Besuch von Veranstaltungen, Clubbings, Skikursen, Auslandsaufenthalte/Sprachreisen – besonders gefährdet. Auch Rekruten und Schüler in Wohnheimen gehören der Risikogruppe an.7

Schutzmöglichkeiten

Der aktuelle ÖSTERREICHISCHE IMPFPLAN empfiehlt die Meningokokken-Schutzimpfungen aktuell wie folgt:3

Meningokokken B:
für alle Kinder und Jugendlichen möglichst früh ab dem vollendeten 2. Lebensmonat.

Meningokokken C:
für Kleinkinder ab dem vollendeten 1. Lebensjahr empfohlen; möglich auch schon ab einem Alter von 2 Monaten.

Meningokokken ACWY:
für Jugendliche 1x im Schulalter (vollendetes 10.-13. Lebensjahr) im kostenfreien Impfprogramm. In bestimmten Situationen ab dem 2. Lebensjahr sinnvoll.

Zudem ist ein Meningokokken-Impfschutz (Bakterien-Typ je nach Situation bitte beim Arzt erfragen) für folgende Personen empfohlen:

  • Menschen mit Immundefekten
  • Reisende in Gebiete mit hohem Infektionsrisiko
  • bei beruflichem Erkrankungsrisiko (zB Kinderärzte, Intensivmediziner)
  • Kontaktpersonen im Umfeld von Meningokokken-Patienten

Referenzen Hintergrundinformationen

1 World Health Organization. Meningococcal meningitis, fact sheet 19 February 2018 (available at: http://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/meningococcal-meningitis – last accessed 12/2018).
2 World Health Organization. Meningococcal vaccines: WHO position paper, 11/2011. Weekly Epidem. Rec. No. 47, 2011;86:521-40
3 Österreichischer Impfplan https://www.sozialministerium.at/site/Gesundheit/Krankheiten_und_Impfen/Impfen/Oesterreichischer_Impfplan_2019 - last accessed 04/2019)
4 Stephens DS, et al. Lancet 2007;369:2196–210.
5 Rosenstein NA, Perkins BA, Stephens DS et al. N Engl J Med 2001;344:1378–88.
6 NHS Choices – Meningitis Complications. Available at: https://www.nhs.uk/conditions/meningitis/complications/ (Last accessed 12/2018)
7 European Centre for Disease Control. Annual epidemiological report 2012. Available at: http://www.ecdc.europa.eu/en/publications/Publications/Annual-Epidemiological-Report-2012.pdf (accessed 12/2018)
8 Goldschneider I, et al. Human immunity to the meningococcus. I. The role of humoral antibodies. J Exp Med 1969; 129:1307-26.
9 Jahresbericht Meningokokken 2017; https://www.ages.at/service/service-oeffentliche-gesundheit/referenzzentralen/rz-meningokokken/ (last accessed 12/2018)


Zum Download:
Blogger Event #ÖsterreichgegenMeningitis (PDF)