Heute ist Welt-Meningitis-Tag: #ÖsterreichgegenMeningitis

  • Weltweit stirbt alle acht Minuten ein Mensch an einer invasiven Meningokokken-Erkrankung8
  • Meningokokken-Meningitis in Österreich: Serotyp B überwiegt2,3
  • Besonders betroffen: Säuglinge und Kleinkinder
  • Impfungen können schützen: Empfehlungen im aktuellen Impfplan2

Meningokokken-Meningitis kann innerhalb von 24 Stunden das Leben auf den Kopf stellen1. Der Welt-Meningitis-Tag am 24. April soll jährlich die Aufmerksamkeit für diese gefährliche Infektionskrankheit erhöhen. Auch in Österreich erkranken jedes Jahr Menschen an Meningokokken-Meningitis, leiden an den Spätfolgen oder sterben sogar daran, obwohl es durch Impfungen einen guten Schutz gibt.2,3 Mit der Kampagne #ÖsterreichgegenMeningitis möchte GSK auf diese schwerwiegende Erkrankung aufmerksam machen und Schutzmöglichkeiten aufzeigen.

Meningokokken-Meningitis: selten, aber ernstzunehmend

Meningitis – die Entzündung der Hirnhaut (Meningen) – ist eine seltene, aber ernstzunehmende  und schwer erkennbare Erkrankung, die teilweise innerhalb von 24 Stunden zum Tod führen bzw. schwerwiegende Folgeerscheinungen mit sich bringen kann.1
Meningokokken sind Bakterien, die ausschließlich beim Menschen vorkommen und Auslöser einer Meningokokken-Erkrankung (Meningitis [Gehirnhautentzündung] und/oder Sepsis) sind. Es gibt sechs Hauptgruppen, die schwerwiegende Erkrankungen auslösen können – die Meningokokken-Stämme A, B, C, W, X und Y, wobei X vor allem in Afrika vorkommt. Die invasive Meningokokken-B-Krankheit (allgemein bekannt als MenB) ist in den meisten Industrieländern die Hauptursache für lebensbedrohliche Meningitis.1,4 Die invasive Meningokokken-B-Krankheit ist selten, entwickelt sich aber wie alle anderen Meningokokken-Erkrankungen schnell, auch bei zuvor gesunden Kindern und Jugendlichen. Erste Symptome der Meningokokken-Erkrankung können oft an Grippe erinnern, was die Diagnose erschwert. Etwa jeder Zehnte, der erkrankt, stirbt an der Infektion, auch bei entsprechender Behandlung. Darüber hinaus können etwa 20 Prozent der Überlebenden eine schwere körperliche oder neurologische Behinderung erleiden (Amputationen, Verlust des Hörvermögens oder epileptische Anfälle).5,6
 
„Die Meningitis, vor allem die bakterielle Meningitis ist eine fulminant verlaufende Infektion. Die ersten Symptome sind sehr unspezifisch, das heißt sie können mit einer vergleichsweise harmlosen Infektion verwechselt werden. Wenn bereits Petechien (Einblutungen in der Haut) auftreten, ist das Fortschreiten kaum aufzuhalten.“, so Dr. Michael Sprung-Markes, Facharzt für Allgemeinmedizin, Facharzt für Kinder- u. Jugendheilkunde.

Auch in Österreich erkranken jedes Jahr Menschen an Meningokokken-Meningitis, leiden an den Spätfolgen oder sterben sogar daran.3 Durch ihre schwere Erkennbarkeit und die gravierenden Konsequenzen ist ein Schutz vor dieser Erkrankung besonders wichtig.1,2

Johannes H. erkrankte im Alter von 18 Jahren selbst an einer Meningokokken-Meningitis: „Ich hatte die ersten 12 Tage 5 % Überlebenswahrscheinlichkeit. Ich war zu schwach um irgendetwas selber zu machen und war nicht fähig, mich selbst zu versorgen. Ich konnte nicht mehr lesen und schreiben. Hinzu kam die körperliche Unbeweglichkeit. Meine Botschaft wäre, dass die Leute auf ihren Körper hören und dass man sich bei Kopfschmerzen und Nackenschmerzen ärztlich kontrollieren lässt und nicht einfach darauf vertraut, dass eh wieder alles gut wird.“

Angelika – ihr Sohn erkrankte im Säuglingsalter an einer Meningokkoken-Meningitis und kämpft seither mit Spätfolgen: „Bei hohem Fieber und Kopfschmerzen sollte man nicht nur an einen grippalen Infekt denken. Es besteht auch immer das Risiko einer Meningokokken-Erkrankung. Der beste Schutz vor einer Meningokokken-Meningitis ist die Vorsorge-Impfung“.

Meningokokken-Meningitis in Österreich: Serotyp B überwiegt2,3 

In Österreich werden jährlich etwa 20 bis 100 Erkrankungsfälle (ca. 50–74 % durch Meningokokken der Gruppe B und 10–30 % durch Meningokokken der Gruppe C) registriert. Von 2008 bis 2017 wurden in Österreich 594 invasive Meningokokken-Erkrankungen gemeldet, darunter 67 Todesfälle (Letalität 11,3 %). 2017 wurden in Österreich insgesamt 20 Meningokokken-Erkrankungen (5 Todesfälle) beobachtet, davon wurden 12 Fälle verursacht durch Meningokokken der Serogruppe B.3

Das bedeutet: Trotz aller medizinischen Möglichkeiten verstarben in Österreich 2017 25 % der Erkrankten – und das, obwohl die meisten Fälle durch Impfungen verhindert hätten werden können.3  Das höchste Risiko zu erkranken haben tragischerweise vor allem Säuglinge und Kleinkinder.

Meningokokken-Impfungen können schützen: Empfehlungen im aktuellen Impfplan

„Eine Impfung gegen alle Meningokokken gibt es nicht. Je nach Verbreitung der einzelnen Serotypen lebt man in unterschiedlichen Risikogebieten. In Europa, sowie der westlichen Welt, überwiegt der Serotyp B mit ca. 60–70 %. Zweithäufigster ist Typ C mit ca. 14 %. Säuglinge sind besonders gefährdet, deshalb empfiehlt der Österreichische Impfplan auch die Immunisierung möglichst früh“, so Sprung-Markes.

Der aktuelle Österreichische Impfplan 20192 empfiehlt aufgrund der epidemiologischen Situation Impfungen gegen invasive Meningokokken-B-Infektionen möglichst früh ab dem vollendeten 2. Lebensmonat. In Österreich sind Impfstoffe gegen A, B, C, W und Y verfügbar.

„Erst seit wenigen Jahren gibt es eine Impfung gegen die Meningokokken-Serogruppe B. Daher wissen viele Eltern – gerade von größeren Kindern – noch gar nicht über die Möglichkeit der Impfung Bescheid. MenB ist der Stamm, der in Österreich die meisten Erkrankungsfälle auslöst3, so DI Ulrike Laaha, Therapy Area Lead Impfstoffe, GSK Österreich.

Eine aktuelle globale Umfrage in 10 Ländern hat bestätigt, dass allgemein große Unklarheit und Unsicherheit über den Schutz gegen Meningokokken-Meningitis besteht. So ist  z. B. Eltern der Impfstatus ihrer Kinder unklar bzw. sie gehen davon aus, dass ihre Kinder bereits vor allen Stämmen der Meningitis-Erreger geschützt sind.7

#ÖsterreichgegenMeningitis

GSK setzt sich für die Aufklärung zur Meningokokken-Meningitis und Schutzmaßnahmen ein – auch in den sozialen Medien. Erst kürzlich mit einem Blogger Event für moderne Disease Awareness. Nähere Informationen erhalten Interessierte auf www.meningokokken-erkrankung.at, auf https://www.facebook.com/MeinBabyUndMeningokokken/ sowie direkt beim Kinderarzt.

Referenzen

1 World Health Organization. Meningococcal meningitis, fact sheet 19 February 2018 (available at: http://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/meningococcal-meningitis).
2 Österreichischer Impfplan 2019 (abgerufen auf www.sozialministerium.at am 20.1.2019)
3 Meningokokken Jahresbericht 2017, AGES https://www.ages.at/ (Abgerufen am 07.11.2018);
4 2016 ECDC report: https://ecdc.europa.eu/sites/portal/files/documents/AER_for_2016-invasive-meningococcal-disease_
5 Viner RM et al. Lancet Neurol 2012;11:774‒783
6 Sadarangani M et al. Clin Infect Dis 2015;60:e27–35
7 Data on File: GSK meningitis parent vaccine awareness survey 2018 (Ref: 2019N402242_00)
8 Naghavi, Mohsen, et al. Global, regional, and national age-sex specific all-cause and cause-specific mortality for 240 causes of death, 1990-2013: a systematic analysis for the Global Burden of Disease Study 2013. The Lancet 2015, 385: 117-17

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Hintergrundinformationen für Journalisten

Über die Meningokokken-B-Krankheit

Die invasive Meningokokken-B-Krankheit (allgemein bekannt als MenB) ist in den meisten Industrieländern die Hauptursache für lebensbedrohliche Meningitis.10

Die invasive Meningokokken-B-Krankheit  ist selten, entwickelt sich jedoch schnell, auch bei zuvor gesunden Kindern und Jugendlichen, und führt zu hoher Morbidität und Mortalität. Erste Symptome können oft an Grippe erinnern, was die Diagnose erschwert. Etwa jeder Zehnte, der erkrankt, stirbt an der Infektion, auch bei entsprechender Behandlung. Darüber hinaus können etwa 20 Prozent der Überlebenden eine schwere körperliche oder neurologische Behinderung erleiden (Amputationen, Verlust des Hörvermögens oder epileptische Anfälle)11,12. Auch in Österreich erkranken jedes Jahr Menschen an Meningokokken-Meningitis, leiden an den Spätfolgen oder sterben sogar daran.11

Über Meningitis und Sepsis

Meningitis ist die Entzündung der Gehirnhaut (Meningen), der Bindegewebsschichten, die das Gehirn und das Rückenmark umgeben.2 Die Entzündung kann sehr schwerwiegend sein, wenn sie nicht schnell behandelt wird, mit dem Potenzial zu lebensbedrohlichen Blutvergiftungen (Sepsis), dauerhaften Schäden am Gehirn oder an den Nerven, Verlust von Gliedmaßen und in einigen Fällen zum Tod zu führen. Im Frühstadium der Erkrankung kann es sehr schwierig sein, Meningitis und Sepsis von leichteren Erkrankungen zu unterscheiden.

Die invasive Meningokokken-B-Krankheit (allgemein bekannt als MenB) ist in den meisten Industrieländern die Hauptursache für lebensbedrohliche Meningitis10.

Es gibt sechs Hauptgruppen, die Epidemien hervorrufen – die Meningokokken-Stämme A, B, C, W, X und Y. Impfstoffe sind verfügbar, um vor einigen der Stämme zu schützen, aber kein einziger Impfstoff schützt vor allen Stämmen. Meningitis und Sepsis können innerhalb von Stunden zum Tod führen, weshalb es wichtig ist, sich der Symptome bewusst zu sein und entsprechend zu handeln.

Ursache der Meningokokken-Erkrankung

Meningokokken sind Bakterien, die ausschließlich beim Menschen vorkommen. Es gibt unterschiedliche Meningokokken-Gruppen. Von den sechs Hauptgruppen A, B, C, W, X und Y kommt X vor allem in Afrika vor. In Österreich sind Erkrankungen durch Meningkokken B und C am häufigsten. Bei Gesunden können sie die Schleimhaut des Nasenrachenraumes besiedeln, ohne Krankheitserscheinungen auszulösen. Kommt es jedoch zur Erkrankung, so kann der Verlauf von Meningokokken-Infektionen zu bleibenden Schäden führen, oder sogar tödlich sein.2,5

Übertragung

Meningokokken werden über Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch übertragen. Die Bakterien leben im Nasen-Rachenraum des Menschen und können durch Küssen, Husten oder Niesen weitergegeben werden. 10–20 % der Bevölkerung tragen Meningokokken in sich, ohne zu erkranken, können die Bakterien aber an andere weitergeben. Die meisten Betroffenen stecken sich bei augenscheinlich gesunden Kontaktpersonen, z. B. Familienmitgliedern, Freunden oder Betreuungspersonen an.2

Symptome der Meningokokken-Erkrankung

Von der Ansteckung bis zum Ausbruch einer Erkrankung dauert es in der Regel drei bis vier Tage.1 Zunächst treten grippeähnliche Symptome auf. Dazu setzen oft in der Folge starke Kopfschmerzen, hohes Fieber, Übelkeit, Lichtempfindlichkeit und Nackensteifheit ein. Bei einem großen Teil der Erkrankten treten zusätzlich kleine, punktförmige Hautblutungen auf, die sich schnell vergrößern können. Bei Säuglingen und Kleinkindern sind die Symptome häufig schwieriger zu deuten, da die Symptome oft trügerisch mild sind.1,2,4,5

Konsequenzen

In Österreich werden jährlich ca. 20–30 Meningokokken-Erkrankungen gemeldet9. Selbst bei korrekter Versorgung im Krankenhaus stirbt etwa 1 von 10 Patienten – im Jahr 2017 waren es in Österreich sogar 25 % der Erkrankten9. Bei bis zu 2 von 10 Überlebenden bleiben dauerhafte schwere Folgeschäden wie beispielsweise Amputationen, Hörverlust oder Hirnschäden zurück.2,6

Risikogruppen

Von den sechs Hauptgruppen A, B, C, W, X und Y kommt X vor allem in Afrika vor. In Österreich sind Erkrankungen durch Meningokokken B und C am häufigsten. Das höchste Erkrankungsrisiko besteht bei Säuglingen und Kleinkindern bis 4 Jahren, gefolgt von Jugendlichen.1,9

Säuglinge können aufgrund ihres unreifen Immunsystems besonders häufig und schwer an Meningokokken erkranken. 79 % aller Meningokokken-Erkrankungen in dieser Gruppe werden durch Meningokokken B verursacht.7

Bei Jugendlichen verursachen Meningokokken der Serogruppe B über die Hälfte der Fälle, über ein Drittel werden durch Meningokokken C ausgelöst.7

Jugendliche sind durch ihr Sozialverhalten – Rauchen, Küssen, Besuch von Veranstaltungen, Clubbings, Skikursen, Auslandsaufenthalte/Sprachreisen – besonders gefährdet. Auch Rekruten und Schüler in Wohnheimen gehören der Risikogruppe an.7

Schutzmöglichkeiten

Der  aktuelle ÖSTERREICHISCHE IMPFPLAN empfiehlt die Meningokokken-Schutzimpfungen aktuell wie folgt:3

Meningokokken B:
für alle Kinder und Jugendlichen möglichst früh ab dem vollendeten 2. Lebensmonat.

Meningokokken C:
für Kleinkinder ab dem vollendeten 1. Lebensjahr empfohlen; möglich auch schon ab einem Alter von 2 Monaten.

Meningokokken ACWY:
für Jugendliche 1x im Schulalter (vollendetes 10.–13. Lebensjahr) im kostenfreien Impfprogramm. In bestimmten Situationen ab dem 2. Lebensjahr sinnvoll.

Zudem ist ein Meningokokken-Impfschutz (Bakterien-Typ je nach Situation bitte beim Arzt erfragen) für folgende Personen empfohlen:

  • Menschen mit Immundefekten
  • Reisende in Gebiete mit hohem Infektionsrisiko
  • bei beruflichem Erkrankungsrisiko (z. B. Kinderärzte, Intensivmediziner)
  • Kontaktpersonen im Umfeld von Meningokokken-Patienten

Referenzen Hintergrundinformationen:

1 World Health Organization. Meningococcal meningitis, fact sheet 19 February 2018 (available at: http://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/meningococcal-meningitis – last accessed 12/2018).
2 World Health Organization. Meningococcal vaccines: WHO position paper, 11/2011. Weekly Epidem. Rec. No. 47, 2011;86:521-40
3 Österreichischer Impfplan 2019 https://www.sozialministerium.at/site/Gesundheit/Krankheiten_und_Impfen/Impfen/Oesterreichischer_Impfplan_2019  - last accessed 04/2019)
4 Stephens DS, et al. Lancet 2007;369:2196–210.
5 Rosenstein NA, Perkins BA, Stephens DS et al. N Engl J Med 2001;344:1378–88.
6 NHS Choices – Meningitis Complications. Available at: https://www.nhs.uk/conditions/meningitis/complications/ (Last accessed 12/2018)
7 European Centre for Disease Control. Annual epidemiological report 2012. Available at: http://www.ecdc.europa.eu/en/publications/Publications/Annual-Epidemiological-Report-2012.pdf (accessed 12/2018)
8 Goldschneider I, et al. Human immunity to the meningococcus. I. The role of humoral antibodies. J Exp Med 1969; 129:1307-26.
9 Jahresbericht Meningokokken 2017; https://www.ages.at/service/service-oeffentliche-gesundheit/referenzzentralen/rz-meningokokken/ (last accessed 12/2018)
10 2016 ECDC report: https://ecdc.europa.eu/sites/portal/files/documents/AER_for_2016-invasive-meningococcal-disease_
11 Viner RM et al. Lancet Neurol 2012;11:774‒783
12 Sadarangani M et al. Clin Infect Dis 2015;60:e27–35


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Heute ist Welt-Meningitis-Tag: #ÖsterreichgegenMeningitis (PDF, 353 KB)